Ich beginne mit dem ernüchternden Regio-Cup Halbfinale kurz vor Weihnachten. Wir hatten uns für die Partie gegen Handball Jegenstorf viel vorgenommen und wollten unbedingt ins Endspiel. Nach einer ausgeglichenen Start-Viertelstunde (4:4) nutzten wir danach unsere Chancen ungenügend und verzeichneten bis zur Pause neun Fehlwürfe (11:8 Führung für Jegenstorf). Dank eines super Starts in die zweite Halbzeit konnten wir das Resultat innert vier Minuten ausgleichen. Leider verloren wir danach erneut den Faden und Jegenstorf konnte sich einen 5-Tore-Vorsprung herausspielen. Das erneute Aufbäumen in den letzten fünf Spielminuten kam zu spät und wir mussten den Platz mit einer 19:17 Niederlage verlassen und Jegenstorf konnte am nächsten Tag den Cupsieg feiern.

 

Diese Partie widerspiegelt ein wenig unsere Saison. Wir haben Spiele und Phasen in denen wir richtig guten Handball zeigen, so etwa in den Siegen gegen Suhr Aarau oder Brittnau. Aus einer stabilen Defensive kommen wir mit hohem Tempo in die gegnerische Hälfte und bringen uns immer wieder in gute Abschlusspositionen. Leider gibt es auch Phasen in denen wir uninspiriert und schon fast lethargisch auftreten. So teilweise auch am vergangenen Samstag, an dem wir es der SG Zurzibiet in der ersten Halbzeit dermassen einfach machten, dass sie sich bis zur Halbzeit einen 10-Tore-Vorsprung herausspielen konnten. In der zweiten Halbzeit zeigten wir unser anderes Gesicht und entschieden diese mit 7 Toren zu unseren Gunsten – netto resultierte aber dennoch eine unnötige 24:21 Niederlage.

 

Nun stehen bis anfangs April noch vier Partien auf dem Programm, dieses hat es jedoch in sich. Mit Baden, Brugg und Lyss warten mit den aktuell auf den Rängen 1, 2 und 4 platzierten Mannschaften starke Gegner auf uns. Nach 18 Spielen haben wir nur noch einen Punkt weniger auf dem Konto als wir letztes Jahr zum Ende der Meisterschaft hatten. Trotz des schwierigen Meisterschaftsschlusses bin ich zuversichtlich, dass wir unser Punktetotal gegenüber der letzten Saison übertreffen werden.

 

Philippe Kaech