Aufstiegsspiel Teil 3, Erfolgreich geht anders

Nach zwei Siegreichen Partien mussten wir für die alles entscheidende Partie nach Erlenbach am Zürichsee. Ein Unentschieden würde uns für den Gruppensieg reichen, bei einer Niederlage würde die Tordifferenz entscheiden.

 

Das Spiel wurde vom Gegner auf 12:00 angesetzt, das war schon die erste Unannehmlichkeit, die uns an diesem Tag widerführ. Daher hiess es für uns bereits am morgen früh, also um 8:50 beim Parkplatz Bleichematt Besammlung.

 

Pünktlich bestiegen wir den gemieteten Teambus, welcher mit 16 Plätzen ausgerüstet war. Es wurde zwar ein wenig eng, da aber ein Platz leer blieb konnten wir alles verstauen und los fahren. Lange ging die Reise allerdings nicht. Nach dem Stutz von Wangen an der Aare nach Niederbipp überholte uns ein Polizeiauto und bat uns unmissverständlich ihm zu folgen. Da unser Chauffeur Digi ein folgsamer Zeitgenosse ist, fuhren wir hinter dem Polizeiauto auf den Werkhof in Oensingen, wo uns die Polizei auf die Waage schickte. Das Wägeresultat war, dass wir eine gewichtige Truppe sind und so nicht weiterfahren sollten. Der eine Polizist war zufrieden mit sich, hat ihn doch sein geschultes Auge nicht im Stich gelassen und unsere überladene Fuhre überführt. Mit den Worten „Jetzt gefällts mir“ nahm er vom Fahrzeugausweis Kenntnis, auf dem stand, dass das Fahrzeug für 1t Nutzlast ausgelegt ist. Für Schnell-Kopfrechner, 1000 / 14 (der Fahrer zählt nicht) ergibt etwas über 70kg. Wer uns kennt weiss, dass die Roman, Simu und Pädi die „wenigen“ über 70kg nicht ganz kompensieren können. Mit 30 Minuten Verspätung und einem Zwischenhalt am Bahnhof, wo wir 5 GA Inhaber abgeladen haben, nahmen wir den restlichen Weg nach Erlenbach unter die, nicht mehr so belasteten, Räder.

 

Angekommen in Erlenbach, holten wir die ÖV Franktion am Bahnhof ab und fuhren hoch zu Halle. Umziehen, Einlaufen, letzte Taktische Anweisungen, und los geht’s. Irgendwie hat die Verzögerung bei der Anfahrt dazu geführt, dass noch nicht alle auf dem Feld wach waren. Ein 7:1 Rückstand nach 7 Minuten war ein klarer Beweis dafür. Unser Head-Coach Martin Kohler nahm ein Time-Out und sorgte dafür, dass nun alle wussten, um was es ging. Er fand die richtigen Worte, jedenfalls konnten wir 8 Minuten später bereits zum 8:8 ausgleichen. Mit 15:15 gingen wir in die Pause.

 

Nach der Pause ging das Spiel ausgeglichen weiter, wir konnten sogar mal mit 2-3 Toren vorlegen. Gegen Ende des Spiels begannen aber unsere Nerven zu flattern, Küsnacht glich aus und ging etwas mehr als 10 Minuten vor Schluss wieder in Führung. Trotz grossen Bemühungen konnten wir das Wettkampfglück nicht mehr auf unsere Seite bringen und so verloren wir das Spiel nach hartem aber fairem Kampf mit 30:25. Küsnacht konnte feiern, dank dem Kantersieg gegen Crissier zu Hause (wir gewannen Auswärts mit 20:21, waren aber die einzigen die nach Crissier reisen mussten) war deren Torverhältnis nun besser als das unsere. Uns blieb nichts anderes übrig als auf das Resultat der letzten Partie (Suhrental – Crissier) zu warten. Leider gewann Suhrental das Spiel mit 10 Toren Differenz gegen ein unmotiviertes Crissier, womit wir schon wieder Pech hatten. Zu Hause haben wir Suhrental klar mit 27:21 bezwungen. Somit sind wir in unserer Aufstiegsgruppe auf den 3ten Rang zurückgefallen, womit wir nicht direkt aufsteigen. Je nach Mannschaftsmeldungen in der 3. Liga können wir aber nachrutschen…schaun wir mal.

Trotzdem diesem unglücklichen Ende war es eine erfolgreiche Saison in der 4ten Liga. Eine Niederlage, ein Unentschieden und viele Junge ins Team integriert ist das Fazit. Es macht Spass zu sehen, wie sich die jungen immer mehr zutrauen und auch mal Verantwortung für einen Abschluss übernehmen. Ein riesen Merci dem Trainerteam (Tobi und Mirco) sowie unserem Taktik-Fuchs Martin Kohler, der jeweils an den Spielen das Coaching übernahm.

 

Bericht: Beat Kaiser